Baubericht rcrcm Tucan

Der Tucan ist ein 2m voll GFK Segler aus dem Hause rcrcm. Beim öffnen der Schachtel und dem ersten begutachten der Teile war ich überrascht über die Qualität, welche sehr gut ist. Die Flügel sowie das V-Leitwerk passen super an den Rumpf. Einzig die mitgelieferten Anlenkgestänge sind nicht zu gebrauchen, da zu lang. Laut Hersteller werden die Querruder sowie die Wölbklappen unterhalb des Flügels mit Gewindestangen und beidseitigen Gabelköpfen angelenkt. Die mitgelieferten Stahlstangen mit fertig geschnittenem Gewinde sind dazu aber zu lang. Ich entschloss mich deshalb, die Ruder über Kreuz anzulenken und so nur einen Gabelkopf zu verbauen. die Anlenkstange wird dann gekürzt und 90° abgebogen um sie am Servohorn fixieren zu können. Für die Anlenkungen des V-Leitwerks befinden sich im Rumpf fertig eingeklebte Bowdenzugrohre mit je einem Karbonstab. Bei den Kleinzeilen liegen Löthülsen bei die auf den Karbonstab geklebt werden könnten, wäre dieser nicht viel zu dünn. Glücklicherweie hatte ich noch etwas dickere Karbonstäbe an Lager, womit ich die originalen gleich ersetzt habe. Jetzt passen sie sauber ins Bowdenzugrohr und in die Löthülse. Das Beiliegende Servobrett wurde ebenfalls ersetzt damit auch 2 Stk. S3150 platz finden. In den Flügeln wurden Servorahmen von RC Solutions und ebenfalls Futaba S3150 verbaut. Die Wölbklappen-Servoschächte können so komplett eben abgedeckt werden, die Querruder Servos stehen leider 3-4mm vor. Für alle 4 Schächte werde ich neue Abdeckungen anfertigen. Da ich keine Anleitung dazu bekommen habe nahm ich als Schwerpunkt die Ballastkammern im Flügel. Diese liegen ca. 74mm von der Flügel Vorderkante entfernt. Um den Schwerpunkt zu erreichen wird die Nase mit ca. 160g Blei, gemischt mit Epoxidharz, gefüllt. Danach kann der Schwerpunkt mittels verschieben des Akkus oder zusätzlichen 10-20g blei weiter angepasst werden. Das Abfluggewicht liegt bei mir bei 1380g.



Der Tucan kommt Herstellerseitig mit passgenauen Flächen- und Rumpftaschen.



Der Kabelbaum für Rumpf und Flächen ist ebenfalls dabei. Unter Umständen macht es Sinn den Kabelbaum zu überprüfen um schäden an Servos zu vermeiden falls doch etwas falsch verlötet sein sollte. War bei mir aber nicht der Fall. 



Das neue Servobrettchen wurde schwarz lackiert und mit Epoxy, gemischt mit CFK schnippseln, eingeklebt. Davor findet der Empfänger Futaba R617FS und noch weiter vorne der 4 zellige Eneloop Akku platz. 



Der Platz im Rumpf reicht gerade so um eine Anlenkung mittels Kugelköpfen zu realisieren. Gefällt mir persönlich besser als die beiliegenden Gabelköpfe. 



Die Hutzen wurden extra aus Tiefzugteilen angefertigt. Herzlichen Dank dafür an Stefan Füllemann von FE-Flighttech




Der Blick über den Flügel mit den 4 Hutzen. 



Der Blick unter den Flügel mit den beiden Servoschächten die vorerst mit Klebefolie abgedeckt sind. Später folgen dan passgenaue Tiefzugabdeckungen. 



Das fertige Modell.....  Die ersten Flüge haben richtig Spass gemacht. Der Flieger hält volles ziehen am Höhenruder nach 200m Sturzflug (ohne Ballast) problemlos aus. Demnächst werde ich ihn am Hang testen und wieder berichten. 


Technische Daten:

Spannweite: 2000mm
Länge: 1200mm
Material: GFK
Leergewicht laut Hersteller: 800g bis 1100g
Flügelfläche: 34.5dm2
Steuerung: H;S;Q;W;
Mein Abfluggewicht: 1380g
Ballast in Flächen: ca. 160g

23. Juni 2013, Roman De Martin